[16.10.2018] Analyse - Der große Disziplin-Check 2018 – Langstrecke Frauen

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Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende entgegen. Ein spannendes Jahr aus Sicht der deutschen Leichtathletik. Der Höhepunkt? Ganz klar die Heim-Europameisterschaft im Berliner Olympiastadion. Doch auch in der Halle und bei den internationalen Nachwuchs-Meisterschaften machten die deutschen Athleten von sich reden. Wir blicken in unseren jährlichen Disziplinanalysen zurück und ziehen Bilanz. Heute: die Langstrecke der Frauen.

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Bayerische Blockmeisterschaften mit Hochspannung und Medaillen

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Ideales Leichtathletikwetter herrschte in Aichach zu den Bayerischen Meisterschaften im Blockwettkampf. Die LG Augsburg trat mit einem Team von 6 weiblichen Talenten  (W14) an und sorgte für spannende Entscheidungen.

Zum zweiten Mal in Ihrer noch jungen Kariere startete Ilva Seitz im Block Lauf. In ihrer ersten Disziplin Weitsprung hatte sie Probleme mit ihrer hohen Geschwindigkeit, so dass die ersten beiden Sprünge übertreten waren und der Wettkampf für sie schon fast wieder vorbei war, ehe er richtig begann. Mit höchster Vorsicht gelangen ihr dann beim letzten Versuch immer noch sehr gute 4,90 Meter, die durchatmen ließen. Im anschließenden Hürdenlauf über 80 Meter lief sie befreit auf und stellte mit 13,10 Sekunden eine neue persönliche Bestzeit auf. Die 100 Meter flach bewältige die Schülerin in 13,55 Sekunden. Starke 44 Meter im Ballwurf bauten das Punktekonto aus, im abschließenden Lauf über 2000 Meter musste sie dem hohen Anfangstempo Tribut zollen, wurde hier aber mit 8:02,89 Minuten noch Dritte. Mit diesem sauberen Auftritt holte sie mit einer Gesamtpunktzahl von 2.512 verdient ihre erste Bronzemedaille auf Landesebene und qualifizierte sich sogar für die Deutsche Blockmeisterschaft.

Die derzeit schnellste Bayerische Sprinterin ihrer Altersklasse heißt Mona Mark. Sie trat im Block Wurf an. Im Diskuswurf steigerte sie ihre Bestleistung auf 20,57 Meter. Der Hürdenlauf machte ihr mehr Probleme, als gedacht. Eigentlich sollte sie hier ganz vorne dabei sein, hatte aber leider etwas zu viel Respekt vor den Hürden und blieb mit 14,98 Sekunden deutlich unter ihren Möglichkeiten. Der Mehrkampf war damit eigentlich hinsichtlich der Medaillenvergabe angesichts der guten Konkurrenz  mit der Zwischenplatzierung Nr. 10 schon fast gelaufen, doch Mona Mark zeigte Charakter in der Aufholjagd. Zwar machte sie es im Weitsprung mit nur einem gültigen Sprung ebenso spannend, aber mit 4,94 Meter arbeitete sie sich wieder etwas nach vorne. Im Kugelstoßen steigerte Sie ihre Bestleistung fast um einen Meter auf 9,07 Meter und fand sich plötzlich auf Platz 6 in der Wertung. Mit dem alles entscheidenden Sprint über 100 Meter zeigte sie ihre Stärke. In 12,63 Sekunden bestätigte sie ihre aktuelle persönliche Bestzeit und erhielt mit dieser Disziplin die höchste Einzelpunktzahl aller Athletinnen. Groß war die Freude, mit einer Gesamtpunktzahl von 2.390 noch die Bronzemedaille gewonnen zu haben. 

Weitere gute Leistungen gelangen Enna Sophie Müller (Platz 14 mit 2178 Punkten), Laura Val (Platz 18 mit 2.244 Punkten), Anna Köber (Platz 28 mit 1.774 Punkten), Saskia Hundhammer (Platz 26 mit 1953 Punkten). 

Gemeinsam in der Teamwertung konnte von der LG Augsburg als bestes schwäbisches Team W15 mit 11.327 Punkten der 6. Platz in der Landeswertung erzielt werden.

Zufriedene und stolze Gesichter bei der LG Augsburg, von links nach rechts: Philip Xenos (Trainer), Anna Köber, Saskia Hundhammer, Laura Val, Enna-Sophie Müller, Knut Stegelmann (Trainer), vorne: Mona Mark und Ilva Seitz. Bild: Sabine Seitz