„Stay at home“ und Training?

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Die Corona-Krise hat nicht nur Unternehmen und andere Institutionen im Griff, sondern auch den Sport! Ein gemeinsames Training in den Sportanlagen und unter Aufsicht der Trainer ist schon lange nicht mehr möglich. Die Leichtathletikgemeinschaft Augsburg sieht darin aber auch eine Chance neue Trainingsmethoden und Plattformen zu testen. Zum Jahresanfang hat es noch niemand für möglich gehalten, dass es dieses Jahr kaum Wettkämpfe geben wird und das Training alleine in den eigenen vier Wänden bzw. im örtlichen Park stattfinden muss. Umso begeisterter sind die Augsburger Leichtathleten seit Mitte März auf eine digitale Trainingsplattform zugreifen zu können.

Das Orga-Team entschloss sich dabei für das kostenlose Tool „Microsoft Teams“, welches einige schon aus der Arbeit oder der Schule kennen und das unkompliziert in der Handhabung ist. Die Athleten können dort ihren eigenen Trainingsplan mit diversen Programmen (Kraft, Stabilisation, Koordination, usw.) online und mobil abrufen. Um die Trainingsinhalte optimal zu vermitteln, wurden von den Trainern Videos zu vielen Übungen erstellt, für eine gute Übersicht wurden außerdem verschiedenen Kategorien eingerichtet. Die Athleten haben die Möglichkeit nach den Trainingseinheiten ein Feedback zu geben und Videos zur Analyse für die Trainer einzustellen. Um das Wir-Gefühl zu stärken und Erfahrungen auszutauschen, findet jede Woche eine gemeinsame Videokonferenz statt. Nach anfänglicher Skepsis zeigte sich bald, dass die Plattform super ankommt und das Interesse der Athleten stetig steigt. Auch nach der Krise soll diese Möglichkeit für zusätzliche Trainingseinheiten oder z.B. im Urlaub weiter zur Verfügung gestellt werden.

Sicherlich ersetzt die Plattform nicht das gemeinsame Training unter Aufsicht der fachkundigen Trainer im geliebten Rosenaustadion und ohne seine Trainingspartnern kommt auch der Spaß etwas zu kurz. In der jetzigen Situation hilft aber nur die Disziplin sich an die Vorschriften zu halten und die Hoffnung, dass sich das Leben bald wieder normalisiert. Bei der LG freuen sich schon alle darauf sich bald im Training wiederzusehen, Spaß zu haben, und bei Wettkämpfen gemeinsam Erfolge zu feiern. Bis dahin gilt für alle der Appell: STAY AT HOME

Die LG Augsburg in Friedberg: Schneller – Höher – Weiter

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Mit einer kleinen aber feinen Auswahl an Athleten reiste die LG Augsburg nach Friedberg zur schwäbischen Meisterschaft. Siegen und nicht nur mitmachen war die Devise. Allen voran nahmen sich Enna Sophie Müller und Daniel Friedrich dieses Motto zu Herzen.

Hektisches Treiben auf der Schulsportanlage an der Rothenbergstraße. Überall tummeln sich die Sportler der zahlreichen Vereine, ob aus Mindelheim, Kaufbeuren, Wiggensbach oder Ronsberg. Mittendrin ein Athlet der LG Augsburg. Daniel Friedrich ruht in sich selbst, als hätte er gar nichts mit der Meisterschaft zu am Hut. Geht es an den Wettbewerb, explodiert der 15jährige, in der Klasse der unter 18jährigen, förmlich. Gold – Gold – Gold, auf der Distanz über 100 Meter, im Speerwerfen, im Diskuswurf. Hier gab es für die Konkurrenz nichts zu holen. Lediglich über 200 Meter musste sich der Diedorfer Gymnasiast mit einem Rückstand von 0,34 Sekunden Michel Kolbe von der LG Donau Ries geschlagen geben.

Schon mit vier Jahren übte sich Friedrich in der Leichtathletik, damals noch in Ingolstadt, bevor die Familie nach Diedorf umzog. Auerbach/Streitheim wurde die neue Leichtathletik-Heimat des Mehrkämpfers, ehe er vor vier Jahren seine sportlichen Talente bei der LG Augsburg weiter vorantrieb.

Auch  Enna Sophie Müller zeigte ihre Klasse auf der schwäbischen Meisterschaft. Die 13jährige Göggingerin begann schon mit sieben Jahren bei der Leichtathletik-Gemeinschaft Augsburg ihre Fähigkeiten in den zahlreichen Disziplinen zu perfektionieren. Diese Vielfalt zu trainieren, brachte ihr nicht nur Gold im Speewurf, mit einem Vorsprung von fast fünf Metern auf die Zweitplatzierte, auch im Kugelstoßen reichte es für den höchsten Podestplatz, mit ihrer persönlichen Bestleistung von 9,27m. Die dritte Goldmedaille holte sich Enna im Diskuswurf. 29,02 Meter reichten hier deutlich um die Konkurrenz zu deklassieren. Die große Freude über diesen mehr als erfolgreichen Meisterschaftstag teilte sich Enna Müller mit ihrer Trainerin Almut Brömmel.

Romy Schneider begeisterte ebenfalls  ihre Trainer. Über 1500 Meter holte sie den Titel in der Klasse U18, obwohl sie erst in zwei Jahren diese Altersklasse erreicht. Damit konnte sie sich in der höheren Klasse auch für die bayerische Meisterschaft qualifizieren. Aber auch weitere Sportler konnten sich die gegen die große Konkurrenz der zahlreichen Vereine durchsetzen und zeigten, welche hervorragende Arbeit bei der LG Augsburg geleistet wird.

1. Plätze (17)

  • Daniel Friedrich, MJU18, 100m 11,76s (PB), Diskus 36,70m, Speer 44,98m (PB)
  • Jonas Kempinger, MJU18, Kugel 12,55m (PB)
  • Aleksandar Askovic, Männer, Weitsprung 6,83m
  • Dennis Edelmann, Männer, Kugelstoßen 16,23m, Diskuswurf 42,42m
  • Ifunanya Ebigbo W12, 75m 10,63s (PB)
  • Enna Müller, W13 Speer 32,33m
  • Theresa Jahn, W13 2000m, 7:41,31
  • Enna Müller, W13 Kugel, 9,27m (PB)
  • Enna Müller, W13 Diskus, 29,02m (PB)
  • Romy Schneider, WJU18, 1500m 5:36,73,min 4x100m WJU18 in 51,08s
  • Nele Meßner, WJU18, Diskus, 28,88m
  • Rose Führen, Diskus Frauen, 35,17m
  • Nadine Paul, Speerwurf, Frauen, 38,17m

 

2. Plätze (8)

  • Jesper Hartung, M12, 800m, 2:55,09
  • Ben Berger, M13, 800m, 2:34,86min
  • Daniel Friedrich, MJU18, 200m, 24,40s (PB)
  • Dennis Edelmann, Männer, Speerwurf, 51,24m
  • Alina Schmid, W12, Kugel, 5,21m 4x75m WJU14, 41,26s,
  • Carolin Bienroth, WJU18, Diskus, 27,56m
  • Laura Val, WJU18, Speerwurf, 33,21m (PB)

3. Plätze (6)

  • Moritz Striegl, M12, 2000m, 7:38,76min
  • Hannah Rathmann, W12, 75m, 10,92s
  • Ifunanya Ebigbo, W12, Weitsprung, 4,35m (PB)
  • Simona Launer, W12, Kugel, 5,21m
  • Saskia Hundhammer, WJU18, 1500m, 5:55,83s
  • Susanne Siebert, Frauen, Diskus, 29,96m